Ich habe bereits die Möglichkeiten Kommunikationsstörungen zu analysieren und verschiedene Modelle vorgestellt, die dabei helfen Missverständnisse zu vermeiden. Dies kann die Basis für erfolgreiche Kommunikation sein.
Doch was bedeutet erfolgreich kommunizieren? Wodurch definiert sich der Erfolg? Oft möchten wir ein Verhalten durch Kommunikation beeinflussen.
Diesen Bereich der Kommunikation nennen wir persuasive Kommunikation. Sie passiert mit der festen Absicht, Einfluss zu nehmen auf andere Menschen.
Neben dem Aspekt, dass dieser Einfluss in der Regel möglichst positiv für das Leben des anderen Menschen sein sollte kann man auch Aristoteles nach eine erfolgreiche Argumentation auf Glaubwürdigkeit (Ethos), emotionaler Ansprache (Pathos) und logischer Argumentation (Logos) basieren lassen.
Mit dieser gesunden Basis fasst man die Worte möglichst in einen guten und wirkungsvollen Rahmen. Das Framing ist hier entscheidend. Oft gelingt uns die Überzeugung durch ein Reframing derselben Aussage, z.B. weil wir uns auf die positiven Aspekte fokussieren und positiv formulieren statt negativ.
Daneben hängt der Erfolg unserer Kommunikation auch davon ab, welchen Status wir haben bzw. welche Autorität wir haben. Als Experte wirken wir glaubwürdiger wenn wir zu unserem Expertengebiet sprechen.
Die Grenze zur Manipulation
Dabei ist die Grenze zwischen persuasiver Kommunikation und Manipulation vor allem der Unterschied zwischen Überzeugung und Täuschung. Basiert unsere Rede auf einer Lüge oder auf verfälschten Informationen so machen wir eine Irreführung anderer. Zum Schlimmsten was ein Lehrer oder Meister seinen Schülern antun kann gehört die Irreführung der Schüler (Manipulation).
In diesen Zeiten ist die Manipulation allgegenwärtig, sei es durch Propaganda oder auch einfach aufgrund des Eigennutzes bestimmter Individuen. Deshalb ist es wesentlich einen guten Umgang mit diesen Manipulationen zu finden.
Zunächst müssen wir die manipulativen Techniken identifizieren. Unterstellungen, Scheinargumente oder verzerrte Informationen kommen als Muster daher, die wir erkennen sollten um dann souverän zu reagieren.
Die Grenze zwischen persuasiver Kommunikation und Manipulation setzen wir auch, indem wir uns zu Manipulationsversuchen klar abgrenzen. Wir weisen unberechtigte Behauptungen zurück und fragen nach wie etwas gemeint ist.
Der Erfolg unserer Kommunikation hängt auch stark mit unserer Kommunikationsfähigkeit zusammen und hier spielt die emotionale Intelligenz (EQ) eine wichtige Rolle. Achtsamkeit und Empathie verringern Widerstände.
Unser EQ hilft uns auch im Umgang mit energieraubenden Personen, ein bewusster Umgang mit der eigenen Energie ist wichtig bei toxischen Mustern.
Schützen wir unsere eigene Energie vor toxischen Manipulationsversuchen und bleiben wir uns also auch selber treu.
Mögen alle fühlenden Wesen in ihrer Kommunikation erfolgreich sein und möge diese Kommunikation zu Glück führen. Möge Leid vermieden werden.
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